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Von Klíny

Die Gemeinde Klíny mit Ansiedlungen Sedlo und Rašov liegt im östlichen Teil des Erzgebirges in Meereshöhe im Bereich 654 bis 825 m ü M. Sie erstreckt sich in Länge von 3 km entlag der Straße aus Litvínov nach Český Jiřetín. 

Die Geschichte von Gemeiden Klíny, Sedlo und Rašov ist mit landwirtschaftlicher und bergmännischer Kolonisierung der südlichen Erzgebirgsabhänge im 14. bis 16. Jahrhundert verbunden. Sie entstanden auf dem Territorium, wo die Interessen von mittelalterlichen Dominien, und zwar von Zisterzienserkloster in Osek, Hrabišic Herrenschaft der Herren von Rýzmburk und von Vermögen der Moster (Brüxer) Burg zusammenstoßen. Später gehörten sie der Duchcov-Herrschaft und dem Vermögen der Stadt Most (Brüx) an.

Laut der mittelalterischen Quellen wurde die Gemeinde Klíny um das Jahr 1355 gegründet. Sie entstand als Bergdorf mit dem Namen St.Wenzelsberg. Dieser Name ging ein und heute ist das Dorf nur unter dem Namen Klíny bekannt.

Slavku von Rýzmburk aus dem Geschlecht Hrabišic ließ in Klíny auf dem "St. Wenzelsberg" Kirche mit Pfarre bauen, in der Priester Hermann Messen las, der am 17. April 1355 erzbischöfliche Begläubigung erwarb. Nach ihm kamen noch einige Nachfolger, die schon zum Pfarrer ernannt wurden.

Im Jahr 1364 endet jede Erwähnung über die erste Kirche in Klíny. Weise des Untergangs ist nich bekannt, weil keine nähere Berichte erhalten blieben. Man weiß nur, dass die Pfarre zum Bíliner Dekanat gehörte und seit dem Jahr 1384 wurde sie in der Liste der päpstlichen Zehnten nicht mehr angeführt. Von historischem Gesichtspunkt ist es interessant, dass die Kirche in Klíny sich schon in der vorhussiten Zeit in das Netz der mittelaterischen Kirchen einreihte, die das bedeutende Artefakt bei Beweisung der Besiedlung sind. Die Lage der ersten Kirche in Klíny kann man heute nicht genau bestimmen, wohl nur im Rahmen der archeologischen Forschung von erlöschenen mitttelalterischen Kirchen. Man setzt aber doch voraus, dass sie in Nähe von dem Glockenturm bei No. 19 stand. Unweit des Hauses No. 30 wurden Begräbnisstäten gefunden, nach denen man über den möglichen Friedhofstelle urteilt. Es war gänzlich üblich, dass die mittelalterische Kirche der Kirchhof umschloss und sie bildeten ein gemeinsames Areal als Grundlage der Besiedlungsformation.

Entstand der Siedlungslokalität Klíny betrifft aber nur den Teil, der früher als Duchcover Klíny I und Klíny II bezeichnet wurde. An derselben Kommunikationsachse in unweiter Entfernung von der vorstehenden Lokalität entstand das Dorf Sedlo. Anfänge seiner Existenz sind auch mit Bergbauversuchen in diesem Teil des Erzgebirges zu verbinden. Die erste Erwähnung ist zu dem Jahr 1352 gebunden, wann wir zum erstenmal seinen Namen in einem Akt lesen, der den Verkauf des Dorfs von sog. Vinkler aus Kynšperk an den Zisterzienserkloster in Osek beweist.

Klíny und Sedlo ordneten sich so ins Gebiet ein, das besonders in der Nachhussitenzeit beträchtliche, mit intensiver Entwicklung des Erzbergbaus auf der tschechischen Seite des Erzgebirges verbundene, Änderungen erlebte. Neben den plangemäß gegründeten montanistischen Städten und Städtchen im Laufe des Urbanisationsprocesses in Erzgebirge entstanden auch kleinere Siedlungsformationen, die in Gestalt von Dörfern blieben und sich nicht weiter entwickelten. Unter diesen können wir Entstand von Rašov reihen, das schon auf dem Territorium von Duchcover Herrenschaft entstand und dessen Namen zum erstenmal in historischen Vermerken aus dem Jahr 1583 erchien.

Gruppierung der erwähnten Dörfer ergänzt ein Teil von Klíny, das auf den Gütern der Brüxer Burg gegründet wurde. Brüxer Klíny, früher als Klíny I bezeichnet, ist zum erstenmal im Jahre 1585 nachgeweist. Es wird unter dem Namen Klíny oder Ghern, später auch als Khern oder "Na Klinách" angeführt. Im Jahre 1595 überging es durch Kauf von gesamten Burggütern ins Vermögen der Stadt Most.

Der Erzbergbau verlor bald an Bedeutung, besonders nach dem plündernden Dreißigjährigen Krieg. Die übriggebliebene Bevölkerung wurde gezwungen, sich den neuen Lebensbedingungen anzupassen. Alternative und überwiegende Lebensunterhaltsweise wurde die Viehzucht, Berglandwirtschaft, Holzgewinnung und Kultivation des Waldbestandes.

Über die Lebensweise in der Nachweißbergzeit sagt uns teilweise Steuerrule aus dem Jahr 1654 aus, wann in Klíny in dem Duchcover Teil nur ein Bauer angeführt wurde. In beiden Teilen von Klíny wurden nur 6 Beisassen und 4 öde Bauernschaften registriert. In Rašov wurden 4 ansässige Beisassen angeführt. Die Viehuzcht überwiegt über Bearbeitung der Felder.

Die Lebensweise hat sich im Prinzip nicht bis Mitte des 19. Jhs. geändert. Das ist in statistischen Tafeln des Kreises Most aus dem Jahr 1861 beweist, wann ein Teil von Klíny zu Janov, bzw. zu Most gehört (Janov war Teil des Großgrundbesitzes Kopisty, der bedeutendes Vermögen der Stadt Most war). Zweiter Teil von Klíny zusammen mit Rašov und Sedlo gehörten zu Horní Jiřetín, das Teil der Waldsteiner Duchcov-Hornojiřetínský Herrschaft war. Insgesamt waren in der gegebenen Zeit ? Pferde, vor allem für Arbeit im Wald, 210 Stück Vieh, 10 Ziegen, 40 Stück Schweine, in Rašov und Sedlo 45 Stück Vieh. Beschäftigung der Bürger ist nach den Siedlungen zu unterscheiden. Für Klíny sind Holzhauer, Tagelöhner, weniger dann Handwerker und Bauer charakteristisch, für Rašov und Sedlo sind Bauer, Tagelöhner und Holzhacker typisch. Große Menge von gewonnenem Holz (überwiegend Buchen, Eichen, Ahorne, Erlen, Tannen und Fichten) ermöglichte Herstellung der Holzkohle. In den herrschaftlichen Wildgehegen organisierte man Jagden. In angeführten Gemeiden wurde das landwirtschaftliche Land in kleinere Felder mit Roggen, Hafer, Kartoffeln, Kohl und Flachs aufgeteilt. Größere Fläche nahmen Viehweiden und Wiesen.

Seit zweiter Hälfte des 19. Jhs. bieteten sich den Einwohnern von Klíny, Rašov und Sedlo weitere Möglichkeiten der Beschäftigung in Textilfabriken in Litvínov oder in Tiefbaugruben in Moster Teil des Braunkohlenreviers.

Gegenwärtig erstreckt sich die Gemeinde Klíny auf einer Fläche von 1 843 ha, und in 45 Familienhäuser leben hier 87 Einwohner. Die Mehrheit von Häuser im Dorf hat Erholungscharakter, in der Winter- sowohl Sommerzeit dienen sie zur Wochenendrekreation der Einwohner von Most. In den 60-er Jahren wurde die Gemeinde Klíny zum Zentrum des Abfahrtskifahrens. Die Skipisten mit Skilifts nutzen jährlich Liebhaber von Skifahren aus weiter Umgebung. Durch die Gemeinde geht auch Langlaufloipe der Erzgebirgischer Spur. Im Sommer queren Klíny viele Radfahrer, die sich auf Ausflüge entlang der erzgebirgischen Radfahrwege machen.

Web Gemeinde Klíny www.kliny.eu

 

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